Entscheidungen treffen…. Mission Impossible!!??

Seit ich mich zurückerinnern kann fällt es mir schwer Entscheidungen zu treffen. Dabei handelt es sich nicht unbedingt nur um große Entscheidungen, wie etwa die Wahl eines Studiums. Ich scheitere auch regelmäßig den den kleinsten Entscheidungen. So kann es zum Beispiel passieren ,dass ich manchmal um die 10 Minuten vor dem Joghurt Regal im Supermarkt steh und mich einfach nicht für eine Sorte entscheiden kann. Genauso beim Bestellen im Restaurant, ich könnte Wetten abschließen, dass ich mit Sicherheit die letzte am Tisch bin ,die weiß was sie will. Freunde und Verwandte haben sich inzwischen, das hoff ich zumindest, an meine Unentschlossenheit in allen Lebenslagen gewöhnt, trotzdem gibt es im Restaurant natürlich jedes Mal mindestens eine Anspielung darauf und man könnte fast meinen mein kleines Handikap ist inzwischen zu einem running-gag geworden.

Obwohl ich selbst meist Witze darüber mach, nervt mich meine Unfähigkeit Entscheidungen zu treffen enorm. Mehrmals schon hab ich mir vorgenommen einfach auf mein Bauchgefühl zu hören und impulsive Entscheidungen zu treffen. Zu 99% hab ich dann genau diese bereut und mir gewünscht ich hätte mir doch noch ein wenig Zeit gelassen und das Für und Wider besser abgewogen. Andererseits weiß ich aber auch ,dass ich durch mein Problem auch schon zahlreiche Möglichkeiten an mir vorbeiziehen hab lassen. Wer ewig braucht um sich für etwas zu entscheiden, verpasst wohl oder übel die eine oder andere Chance.  Eine Mission Impossible also?  Ich hoffe nicht!

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Im Moment steh ich ja wieder an einer etwas größeren Kreuzung in meinem Leben, ich muss mich erneut für eine Richtung entscheiden.  Soll ich gleich im Herbst mit dem Masterstudium beginnen oder doch wieder für längere Zeit verreisen? Soll ich mich für ein Studium in Schweden bewerben oder vielleicht erstmal ein wenig jobben? Ich hab einfach grad zu viele Möglichkeiten und immer wenn das passiert, naja… dann steh ich da und weiß nicht weiter. Vor allem ,weil es bei dieser Entscheidung um etwas wichtigeres geht, etwas das den Rest meines Lebens beeinflussen könnte.
Darum hab ich mir vorgenommen ,endlich mal wirklich an meiner Unentschlossenheit zu arbeiten.  Top motiviert hab ich mich also auf die Suche nach Ratschlägen und Weisheiten aus dem Internet gemacht!

Gibt man bei Google „Entscheidungs-Schwierigkeiten“ ein,  stößt man sofort auf hunderte von Posts in Foren und Selbsthilfe Websites und man weiß sofort , man ist nicht allein mit seinem Problem.

Google stellt mir auch sofort etliche Schlagworte und ich erkenne mich selbst in fast allen ein bisschen wieder.

Perfektionismus

Alles oder Nichts

Angst vor negativen Konsequenzen

Angst zu Versagen

Angst vor Kritik

Probleme das eigene Bauchgefühl richtig zu deuten

 

Hm… naja , ich denke inzwischen, mein Problem Entscheidungen zu treffen ist vielleicht nur die Spitze des Eisbergs.

Die Listen an Ratschlägen und Tipps die einem dabei helfen sollen Entscheidungen zu treffen sind lang. Vieles davon hab ich sofort als unbrauchbar abhaken können, denn Ratschläge wie: „Freunde und Familie in die Entscheidungsfindung einbringen“ ist ja wieder bloß abwälzen der Entscheidung auf andere oder?

Trotzdem bin ich bei meiner Recherche inzwischen auch schon auf ziemlich gute Tipps gestoßen. Diese möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten! 😉

Was ich bisher gelernt hab:

Getroffene Entscheidungen sind in den wenigsten Fällen für immer, man kann sich meist , falls etwas nicht ganz so klappt wie man gehofft hat, auch wieder dagegen entscheiden und eine neue Richtung einschlagen.

Die Konsequenzen die man als Entscheidungsfauler so fürchtet, sind auch selten wirklich so dramatisch  wie man befürchtet.  Steckt man gerade mal wieder in einer „Ja oder Nein“, „Dieses oder das Andere“  Situation , sollte man sich also gleich mal das ALLERSCHLIMMSTE ausmalen  das passieren könnte. Wenn einem nichts wirklich schlimmes einfällt ( natürlich ohne ,dass man unrealistisch wird) steht der Entscheidung also nichts mehr im Wege, denn egal welche Option man wählen wird, WIRKLICH passieren kann ja nichts.

Aus Fehlern lernt man. Diese Volksweisheit ging mir ehrlich schon immer auf die Nerven und ich hätte jedem an den Hals springen können, der mir damit in schlimmen Momenten helfen wollte. Aber , wenn man genauer darüber nachdenkt, stimmt sie ja. Bis auf wenige Ausnahmen hab ich selten einen schwerwiegenden Fehler zweimal gemacht und jene Fehler die ich ab und zu wiederhole, sind im Grunde ja nicht wirklich schlimm.

Die wichtigste Erkenntnis meiner Recherche aber ist jene, dass KEINE ENTSCHEIDUNG zu treffen, die schlimmste Entscheidung überhaupt ist und auch diese Konsequenzen hat! Denn wenn man sich für nichts entscheidet, lässt man sich definitiv mehr als eine Möglichkeit entgehen.

Und zu guter letzte, weil ich Zitate sowieso immer total inspirierend finde, ein paar weise Worte! 😉


„Good decisions come from experience. Experience comes from making bad decisions!“ ~Mark Twain~

Anyone who has never made a mistake has never tried anything new. ~Albert Einstein~

Den größten Fehler, den man im Leben machen kann, ist, immer Angst zu haben, einen Fehler zu machen.  ~Dietrich Bonhoeffer~

 

Damit hat sich mein Problem natürlich noch nicht erledigt, ich werde weiter fleißig nach guten Ratschlägen suchen und vor allem endlich mal anfangen mir diese in schwierigen Entscheidungssituationen auch wieder ins Gedächtnis zu rufen! 😉

 

 

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Autor: lileeanna

Currently living in Vienna, passionate about traveling the world ,Social Media, Cheesecake and Soulmates.

2 Kommentare zu „Entscheidungen treffen…. Mission Impossible!!??“

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